Abschiedsgrüße

17 Responses to “Abschiedsgrüße

  • Hermann Hesse: Stufen

    Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
    Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
    Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
    Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
    Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
    Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
    Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
    In andre, neue Bindungen zu geben.
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
    Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
    An keinem wie an einer Heimat hängen,
    Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
    Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
    Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
    Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
    Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
    Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
    Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde!

    • Lieber Tobias,

      außer dir gibt es keine Person, mit der ich so lange denselben Weg gegangen bin. Wir sind im selben Dorf aufgewachsen, waren im selben Kindergarten, in derselben Grundschule, auf dem Gymnasium immer in derselben Klasse. Seit ich von deinem Unfall gehört habe, muss ich viel an dich denken. Wir haben uns seit 9 Jahren nicht mehr gesehen und hatten auch nie den engsten Kontakt. Wir haben zusammen gelacht und uns gestritten. Wir haben mehr als 15 Jahre unseres Lebens miteinander verbracht und ich bin bestürzt über den Unfall, der dich das Leben gekostet hat.

      Lieber Gerhard, liebe Heike, lieber Lothar,
      – alles Liebe euch –

  • Ich weiss nicht was ich sagen soll. Die Nachricht war ein echter Schock. Es ist einfach unfassbar. Mir bleibt nur allen Verwandten und Freunden der Beiden ganz viel Kraft zu Wünschen. Ich bin unendlich traurig. Matthias

  • Ich bin Tobis Tante Bernadette
    Von seiner Mama (meiner geliebten Schwester) mußte ich schon Abschied nehmen.
    Von Tobi will ich keinen Abschied nehmen ich will ihn behalten!
    Seit er geboren ist kenne ich ihn, er war nicht nur ein Baby zum verlieben, ein lustiges Kind, ein großartiger Teenager, in der schwierigsten Zeit seines Lebens – er hat seine Mama bei Kampf gegen Ihre Krankheit begleitet und Abschied von ihr nehmen müssen. Trotzdem ist er ein so toller Kerl geworden. Ich liebe Ihn! Von meinen Kindern habe ich mir die Facebook-Seiten zeigen lassen mit all den tollen Fotos von seinen Touren – er strahlt auf jedem Bild. Diese Lebensfreude, dieses Glück – Gott sei Dank!
    Seine Bergsteigerfreundin Angi kenne ich nicht, aber die gleiche Liebe zu den Bergen und Touren sehe ich in ihren Augen – es tut mir so leid – auch für ihre liebende Familie.
    Tobi wird bei uns bleiben! Um so mehr wünsche ich seiner lieben Schwester Heike und Tobis Papa viel viel Kraft.
    Seine Mama liebte die Geschichten des kleinen Prinzen. Deshalb ein Zitat:
    “Ich frage mich” sagte der kleine Prinz, “ob die Sterne leuchten, damit jeder eines Tages den seinen wiederfinden kann. Schau meinen Planeten an. Er steht gerade über uns…
    Aber, wie weit ist er fort!”
    In Liebe
    Bernadette und Familie

  • Lieber Patenonkel Tobi,

    es ist jetzt halb zwölf in der Nacht und eigentlich sollte ich längst schlafen – kann ich aber nicht. Endlich habe ich es nun geschafft, Mama ist wieder mit mir aufgestanden und sie schreibt nun meine Grüße für dich.
    Wir haben uns nur einige Tage kennenlernen dürfen, aber ich werde mein bestes tun, mich an diese Augenblicke zu erinnern. Wie du mich herumgetragen hast, versucht hast, mich zum Lächeln zu bringen und ich bei dir selig schlafen durfte.
    Tobi, du wärst der beste Patenonkel geworden (sagen Mama und Papa auch), und in meinem Herzen wirst du das auch immer sein.
    In Liebe, dein Patenkind Lotte

  • Dear Angela, dear Tobi,
    it is with great sadness that I hear about what happened in the mountains far South. A friend from Alaska just gave me the news, small small world. It is true that we all know each other, us friends of the mountains, visitors of the Arctic. I met Angela for the first time near 79N, in Ny Alesund. We spent a few weeks there together, working hard to study the glaciers. It was truly a blissful experience, although I remember that the whole village caught the flue and they had to helicopter the doctor from Longyearbyen! It was truly horrible, we were all like zombies. You were immediately so nice to me, and very determined! Nothing could scare you, not even driving in a blizzard to get snow samples on Midtre Lovenbreen! Then I met you again in Tromso later that year. You and Andreas took such good care of me, and made me discover the paradise that Tromso is, its white beaches and eroded peaks. Angela and Tobi, you will truly be missed, your smile will always shine up here in the Arctic.

  • Abschied nehmen. Der nicht-endende Prozess. Erst zehrt es an einem, dann zehrt man davon, jahrelang. Hoffentlich für immer. Alles Gute jedenfalls und auf dass du von deinen Mitmenschen bekommst, was du brauchst. (Auszug Brief von Tobi vom 30.07.2012)

  • Hallo Tobi,
    ich wünsche Dir Frieden dort wo Du nun bist – egal wo dies sei und was man glaubt. Frieden und Glück. Es ist schwer begreifbar, dass diese beiden Wünsche nicht mehr für Dich in dieser Welt und dieser Zeit gelten. Dein Weg war viel, viel, viel zu kurz, Tobi.
    Du wirst immer Teil unserer Familiengeschichte bleiben – meine Gedanken sind bei Deinem Vater und Deiner Schwester.
    Mit lieben Grüßen,
    Anna

  • Für Lotte:

    …auch ich konnte nicht schlafen und bin nun aufgestanden, um Dir diese Zeilen zu schreiben. Wie traurig und wunderbar zugleich, dass ich auf dieser Seite von Dir erfahren durfte.
    Deine Mama hat meinen Sohn Lukas als Baby getragen, in den Schlaf geschaukelt und zum Lachen gebracht, so wie das Dein Onkel Tobi mit Dir gemacht hat. Lukas ist nun schon 19 Jahre alt.
    Damals habe ich auch Tobi kennen gelernt als fröhlichen Jungen, neugierig auf das Leben, das vor ihm liegt. An seinem letzten Geburtstag haben wir ihm morgens über seine Seite im Internet gratuliert und ich habe staunend festgestellt, was für ein toller junger Mann er geworden ist, wie intensiv er sein Leben gestaltet hat und mit wieviel Freude er sich seinen Freunden, seinem Beruf und dem Leben an sich gewidmet hat. Nur 5 Stunden später haben wir vom Unglück erfahren.
    Nun kommen viele Gedanken auf über Sinn und Unsinn, über Ungerechtigkeit und die Wut auf die unvermeidbare Vergänglichkeit. Doch irgendwann kommen auch tröstende Bilder wie die Idee, dass das Leben wie ein Cocon sein könnte, der uns vorbereitet auf die Zeit als Schmetterling. Eine Zeit, die für die einen früher, für die anderen später beginnt.
    Die Liebe und die Erinnerung lässt die von uns Gegangenen in unseren Herzen ganz nah bei uns sein. Ich bin sicher, dass Dir Deine Mama diese liebende Erinnerung an Deinen Onkel Tobi weitergibt und immer lebendig hält.
    Auch kleine Dinge, wie Muscheln an einem Seerosenteich in meinem Garten sind solche Erinnerungen. Erinnerungen an Deine Großmutter Claudia, die diese Muscheln in einem unbeschwerten Urlaub vor vielen Jahren gesammelt hat und die mir jeden Tag die Vergänglichkeit aber auch die Kraft und das Überdauern von Erinnerungen vor Augen halten.
    Eines Tages kommst Du mich hoffentlich besuchen, um Dir eine Muschel auszusuchen und so ein kleiner Kreis geschlossen wird.
    In stillem Gedenken an Tobi und die wundervolle junge Frau Angi, die ich nun leider nur durch die lebensfrohen Bilder kennenlernen durfte.
    Mein Mitgefühl gilt den zurückgebliebenen Freunden und Familien.

    Anette

  • Hallo Tobi,

    Ich hab dich noch ganz gut als Kind in Erinnerung. Später haben sich unsere Wege getrennt. Nichts desto trotz bist Du mir nahe geblieben.

    Wenn ich eure Bilder sehe, sehe ich, dass Du wirklich gelebt hast. Manche Menschen werden alt und haben noch nicht gelebt.

    Tobias, Du bist ein wunderbarer Mensch.

    “Sterben ist das Auslöschen der Lampe im Morgenlicht, nicht das Auslöschen der Sonne”. (Tagore)

    Conny

  • Das Gedicht “Ahnung” von Heinrich Heine bewegt uns schon lange und jetzt nach dem plötzlichen Tod von Tobi und Angi ganz besonders.
    Barbara Kammerer-Wälde und Thomas Wälde

    Ahnung
    Oben, wo die Sterne glühen,
    Müssen uns die Freuden blühen,
    Die uns unten sind versagt;
    In des Todes kalten Armen
    Kann das Leben erst erwarmen,
    Und das Licht der Nacht enttagt.

  • Tobi war über viele Jahre Mitglied unserer Familie, hat mit uns gefeiert, gelacht, unsere Sorgen und Freuden geteilt – ist mit uns gemeinsam ein Stück seines Lebenswegs gereist. Wir sind sehr traurig, dass sein Leben viel zu früh zu Ende ging. Seiner Familie gilt unser tief empfundenes Mitgefühl. Dieses Gedicht von Rose Ausländer widmen wir ihm zum Gedenken.

    “Gemeinsam”

    Vergesset nicht
    Freunde
    wir reisen gemeinsam

    besteigen Berge
    pflücken Himbeere
    lassen uns tragen
    von den vier Winden

    Vergesset nicht
    es ist unsre
    gemeinsame Welt
    die ungeteilte
    ach die geteilte

    die uns aufblühen lässt
    die uns vernichtet
    diese zerrissene
    ungeteilte Erde
    auf der wir
    gemeinsam reisen.

  • Lieber Tobias,
    Freunde sind das Spiegelbild deiner selbst.
    Du – Tobi – hast wunderbare Freunde
    Anita Arnold

  • Lieber Tobi,

    heute ist der Tag des endgueltigen Abschieds von Dir und viele liebe Menschen Deiner Familie, Deiner Verwandten und Deiner Freunde werden Dich auf diesem Weg begleiten. Ich war gerade 10 Stunden vom Urlaub zuhause zurueck in Finnland, als meine Mama mich anrief und mir die Nachricht ueber dieses schreckliche Unglueck von Dir und Deiner Bergkameradin Angi mitteilte. Wir waren fassungslos, hilflos und geschockt.

    Unsere Wege haben sich zwar nach unserer Kindheit getrennt, doch ich wusste eigentlich immer, wo Du bist, wo Du studierst, dass Du kletterst und die Berge Deine Welt sind.

    Durch so ein tragisches Ereignis fuehlt man sich wieder viel näher mit der Familie verbunden und versucht sich, mit alten Erinnerungen zu trösten. Ich erinnere mich an die Geburtstagsfeiern unserer Oma Hilde, als wir alle Cousins und Cousinen zusammen waren und miteinander spielten oder an unsere Besuche bei Euch in Schwerzen, an die Zeit, als Deine Mama noch lebte, als sie uns Kinderbuecher vorlas oder Geschichten erzählte oder wir mit Heike zu ihren geliebten Pferden gingen.

    Trotz dem heutigen Abschieds wirst Du immer in meiner Erinnerung bleiben, denn Deine Freunde und Bergkameraden lassen einem mit ihren Bildern auf eine wunderbare Weise an Deinem vergangenen Leben teilhaben. In den Bildern erkennt man so viel Lebensfreude in Dir und vor allem Deine Liebe zu den Bergen.

    Ich wuensche Onkel Lothar, Heike und Ihrer Familie, aber auch Linda ganz viel Kraft in dieser schweren Zeit.

    Ich werde heute, am Tag Deiner Beerdigung, in der Stabkirche von Kuopio eine Kerze anzuenden, als Zeichen meiner Verbundenheit zu Dir und der Familien Lochbuehler-Wölfle.

    Lieber Tobi, ich wuensche Dir alles Liebe und viel Glueck an dem Platz, an dem Du jetzt angekommen bist.

    Deine Cousine Britta mit Harri und Lena, Kuopio/ Finnland

  • Viel zu früh bist du gegangen,
    Hoffe du musstest nicht lange bangen.
    Kann es nicht glauben,
    Will es nicht glauben.

    Erinnerungen kommen hoch:
    Deine Hochzeit, unsere Hochzeit.
    Dein Lachen, unser Lachen.
    Weihnachten, Thanksgiving
    Chips, Wein, Stuffing.

    Ein junger Mensch voller Leben,
    trotz alle der erlebten Beben.
    Offen, stolz und stark
    liegt jetzt im Sarg.

    Wundervolle Spuren hast du hinterlassen,
    die auch nicht mit der Zeit verblassen.
    Immer in unseren Herzen sein,
    Und wie eine Rose gedeihen.

  • Als Tobias Kolleginnen und Kollegen und Freunde, möchten wir Ihnen unser herzliches Beileid aussprechen.
    Wir haben Tobias an vielen Tagungen, Seminaren und Exkursionen in der Schweiz, in Italien und Kalifornien als aktiven und kooperativen Kollegen kennengelernt.

    Tobias wird uns allen in guter Erinnerung bleiben.

    Seine Kolleginnen, Kollegen und Freunde des Ensemble Teams
    Laureline, Niklas, Ivan, Emanuel, Peter, Céline, Jef, Peter, David, Grégoire, Guillaume, Julien, Philippe

  • Lieber Tobi,
    Lange habe ich es mir schon vorgenommen dir noch etwas zu schreiben, mir war das von Anfang an wichtig, aber ich habe es bisher nicht geschafft, hatte nicht die Kraft dazu. Die Nachricht von deinem Unfall hat mich schwer getroffen. Es war und ist mir noch immer unfassbar.
    Weit weg von allen Anderen ganz allein mit dieser Nachricht fertig zu werden, war und bleibt schwer.
    An dem Tag bevor ich weggeflogen bin, bist du abends extra noch vorbeigekommen um dich von mir zu verabschieden. Du hast mir Marmelade mitgebracht und ich habe dir unseren Chaletschlüssel übergeben. Wenn ich länger weg war, habe ich das so gemacht, damit du auch in meiner Abwesenheit dorthin fahren kannst, weil ich wusste, wie sehr du es geniesst.
    Während der Zeit in Lausanne bist du zu einem guten Freund geworden. Wir haben einiges gemeinsam unternommen, hauptsächlich natürlich verbunden mit Klettern oder Skifahren, da wir diese Begeisterung teilten! Aber auch gemeinsames Kochen abends war immer nett. Du warst einer der Wenigen in Lausanne, die mich verstanden haben, wenn ich von meinen Expeditionen und Kletterträumen erzählt habe, weil du auch schon so Momente erlebt hast. Wir haben viel erzählt, ich kannte deine Freunde und du kanntest meine Freunde und trotzdem gab es immer noch so viel mehr und neues zu erzählen.
    Auch gemeinsam hatten wir noch einige Projekte: Du wolltest unbedigt, dass ich mit dir auf den Dent de Morcles klettere, was auch ich gerne gemacht hätte. Gemeinsam wollten wir auch an den petit Clochet du Portalet…
    Wie oft bin ich bei dir im Büro in der Uni vorbeigekommen um etwas zu planen, oder nur um Material zu tauschen… fast täglich. Und es war immer nett kurz mit dir zu schwätzen.
    Ich kann es nicht glauben, dass du bei meiner Rückkehr nicht mehr da sein wirst. Ich werde dich vermissen, aber ich werde dich nie vergessen! Du wirst mich in Erinnerungen auf meinen Touren begleiten, denn du warst ein genialer Mensch.

    in tiefer Trauer
    Caro

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